In der Woche vor dem Spiel wurde die Stimmung in Richtung Saisonauftakt zunächst immer betrübter, da Floorball Deutschland gleich 7 Spielern des neuen Kaders die Spielgenehmigung verweigerte. Grund hierfür sind einige Regularien der Lizenzordnung, welche besagen, dass transferierte Spieler erst nach 14 Tagen eingesetzt werden dürfen und neu lizensierte erst nach 5. Ob solche Regelungen wirklich im Sinne des Sports sind, insbesondere außerhalb der Saison – den auch im letzten Jahr wurden unmittelbar vor den ersten Spiele alle Transfers für gültig erklärt, könnte man sicher lange diskutieren.
Vielleicht war aber genau dies auch einer der Gründe warum die Mannschaft gestern eine solche Leistung abrufen konnte. Allen Spielern war klar, dass wir in Döbeln nichts zu verlieren hatten und so begannen wir frei von jedem Druck einfach unser Ding durchzuziehen. Dieses „Ding“ war erstmal hinten sicher stehen und nichts zulassen. Dies gelang erstaunlich gut denn auch Döbeln begann zunächst abwartet und wollte unser Team wohl erstmal einschätzen. Nach einigen Halbchancen auf beiden Seiten war es wie so oft Paul Franke der den Büchsenöffner gab und nach einem Lauf von Thomas Weschke an den Ball kam und diesen am rechten Pfosten versenkte. Döbeln in der Folge natürlich deutlich druckvoller und etwa 2 Minuten später mit dem Ausgleich. Das Spiel blieb aber offen und so konnten wir aus einer sicheren Abwehr heraus immer wieder gefährliche Angriffe fahren. So auch zur erneuten Führung, als Lars Drießnack den Ball in eigener Hälfte erobern konnte und Kapitän Robert Eckermann in einer 3 auf 2 Situation freispielte. Döbeln konnte diese Führung in einer Unterzahl für uns wiederum ausgleichen und so ging es mit 2:2 zum Pausentee.
Die Ansage für Drittel 2 denkbar einfach und doch unglaublich schwer – einfach so weitermachen! Döbeln attackierte nun deutlich früher und begann damit mehr zu rotieren um unsere Abwehr zu verunsichern. In diese Druckphase hinein hatten wir gleich einige sehr gute Konterchancen, so dass es zu diesem Zeitpunkt durchaus auch schon 4:4 hätte stehen können. Den ersten Wirkungstreffe konnten erneut wir setzen, 3:2 durch Kai Richter nach Vorlage von Paul Franke. Die feldüberlegenen Döbelner brauchten etwa 5 Minuten um den erneuten Ausgleich per Slotpass herzustellen. Das Spiel nahm sich dann, was Großchancen angeht, eine kleine Pause und so musste ein Torwartpatzer für unsere erneute Führung herhalten. Lars Franke läuft nach rechts und hat den Ball auf der Rückhand, ob Schuss oder Pass weiß wohl keiner so genau, der Torwart jedoch lenkte sich den Ball unglücklich mit dem Schuh unter die Latte, 4:3 und ab in die zweite Pause.
12 Leute sitzen in einer Kabine, absolute Stille,… „Es gibt auch nichts zu sagen“ kommt es aus der Ecke von Spielertrainer Thomas Weschke. Alle nicken, holen sich neues Wasser und nutzen die 10 Minuten um sich auszuruhen. Döbeln spielt nun fast auf Teufel komm raus nach Vorne und vernachlässigt dabei mehrmals die Defensive. Zunächst nutzt dies Kai Richter mit dem „Tor des Monats September“. Hinter dem gegnerischen Tor legt er sich den Ball auf die Kelle und versenkt diesen aus der Luft. Absolut Geilomat! Kurz darauf Dauerläufer Franke über links, sieht Martin Eckardt am langen Pfosten, 6:3. Langsam dämmert es, hier geht heute wirklich was. Döbeln kommt Mitte des letzten Drittels nochmal auf 6:4 heran – kann unsere Abwehr aber nur selten wirklich ausspielen und verfällt zunehmend in Distanzschüsse, welche Ralph Massarczyk aber sicher fischt. Etwa 5 Minuten vor Schluss das mutmaßliche siebte Tor für uns, welches die Schiedsrichter aber nicht anerkennen. Kurz darauf die erste Schrecksekunde, Kai Richter wird am Kopf getroffen und bleibt mit blutender Platzwunde am Boden liegen – nach kurzer Behandlungspause inklusive eines „Dieter-Hoeneß-Gedächnis-Turbans“ gehts aber weiter. Besonderer Dank geht hier an die Sanis aus Döbeln die immer sofort zur Stelle waren! 3 Minuten vor Schluss dann die Szene die uns wohl endgültig den Sieg bringt. Martin Eckardt klaut de Ball an der Mittelinie und läuft, verfolgt von einem Döbelner, auf das Tor. Stockschlag, 2 Minutenstrafe für Döbeln aber kein Penalty. Martin selbst bleibt in dieser Aktion ebenfalls liegen und muss von den Sanis vom Platz getragen werden, seine Wande war zu einem einzigen Krampf mutiert. Die Überzahl nutzen wir um die Uhr mehr oder weniger souverän runter zu spielen und die Sensation ist perfekt!
Fazit: Alle Note 1 mit Sternchen! Insbesondere die neu formierte Abwehrreihe mit den Neuzugängen Marc Kellermann und Martin Brandt funktionierte super und spielte fehlerfrei. Nächster Stopp Bielefeld 🙂
Der USV spielte mit: Linda Bochmann, Ralph Massarczyk, Martin Brandt, Marc Kellermann, Lars Drießnack, Robert Eckermann (C), Lars Franke, Thomas Weschke, Ulrich Kentsch, Kai Richter, Paul Franke, Martin Eckardt
In der Woche vor dem Spiel wurde die Stimmung in Richtung Saisonauftakt zunächst immer betrübter, da Floorball Deutschland gleich 7 Spielern des neuen Kaders die Spielgenehmigung verweigerte. Grund hierfür sind einige Regularien der Lizenzordnung, welche besagen, dass transferierte Spieler erst nach 14 Tagen eingesetzt werden dürfen und neu lizensierte erst nach 5. Ob solche Regelungen wirklich im Sinne des Sports sind, insbesondere außerhalb der Saison – den auch im letzten Jahr wurden unmittelbar vor den ersten Spiele alle Transfers für gültig erklärt, könnte man sicher lange diskutieren.
Vielleicht war aber genau dies auch einer der Gründe warum die Mannschaft gestern eine solche Leistung abrufen konnte. Allen Spielern war klar, dass wir in Döbeln nichts zu verlieren hatten und so begannen wir frei von jedem Druck einfach unser Ding durchzuziehen. Dieses „Ding“ war erstmal hinten sicher stehen und nichts zulassen. Dies gelang erstaunlich gut denn auch Döbeln begann zunächst abwartet und wollte unser Team wohl erstmal einschätzen. Nach einigen Halbchancen auf beiden Seiten war es wie so oft Paul Franke der den Büchsenöffner gab und nach einem Lauf von Thomas Weschke an den Ball kam und diesen am rechten Pfosten versenkte. Döbeln in der Folge natürlich deutlich druckvoller und etwa 2 Minuten später mit dem Ausgleich. Das Spiel blieb aber offen und so konnten wir aus einer sicheren Abwehr heraus immer wieder gefährliche Angriffe fahren. So auch zur erneuten Führung, als Lars Drießnack den Ball in eigener Hälfte erobern konnte und Kapitän Robert Eckermann in einer 3 auf 2 Situation freispielte. Döbeln konnte diese Führung in einer Unterzahl für uns wiederum ausgleichen und so ging es mit 2:2 zum Pausentee.
Die Ansage für Drittel 2 denkbar einfach und doch unglaublich schwer – einfach so weitermachen! Döbeln attackierte nun deutlich früher und begann damit mehr zu rotieren um unsere Abwehr zu verunsichern. In diese Druckphase hinein hatten wir gleich einige sehr gute Konterchancen, so dass es zu diesem Zeitpunkt durchaus auch schon 4:4 hätte stehen können. Den ersten Wirkungstreffe konnten erneut wir setzen, 3:2 durch Kai Richter nach Vorlage von Paul Franke. Die feldüberlegenen Döbelner brauchten etwa 5 Minuten um den erneuten Ausgleich per Slotpass herzustellen. Das Spiel nahm sich dann, was Großchancen angeht, eine kleine Pause und so musste ein Torwartpatzer für unsere erneute Führung herhalten. Lars Franke läuft nach rechts und hat den Ball auf der Rückhand, ob Schuss oder Pass weiß wohl keiner so genau, der Torwart jedoch lenkte sich den Ball unglücklich mit dem Schuh unter die Latte, 4:3 und ab in die zweite Pause.
12 Leute sitzen in einer Kabine, absolute Stille,… „Es gibt auch nichts zu sagen“ kommt es aus der Ecke von Spielertrainer Thomas Weschke. Alle nicken, holen sich neues Wasser und nutzen die 10 Minuten um sich auszuruhen. Döbeln spielt nun fast auf Teufel komm raus nach Vorne und vernachlässigt dabei mehrmals die Defensive. Zunächst nutzt dies Kai Richter mit dem „Tor des Monats September“. Hinter dem gegnerischen Tor legt er sich den Ball auf die Kelle und versenkt diesen aus der Luft. Absolut Geilomat! Kurz darauf Dauerläufer Franke über links, sieht Martin Eckardt am langen Pfosten, 6:3. Langsam dämmert es, hier geht heute wirklich was. Döbeln kommt Mitte des letzten Drittels nochmal auf 6:4 heran – kann unsere Abwehr aber nur selten wirklich ausspielen und verfällt zunehmend in Distanzschüsse, welche Ralph Massarczyk aber sicher fischt. Etwa 5 Minuten vor Schluss das mutmaßliche siebte Tor für uns, welches die Schiedsrichter aber nicht anerkennen. Kurz darauf die erste Schrecksekunde, Kai Richter wird am Kopf getroffen und bleibt mit blutender Platzwunde am Boden liegen – nach kurzer Behandlungspause inklusive eines „Dieter-Hoeneß-Gedächnis-Turbans“ gehts aber weiter. Besonderer Dank geht hier an die Sanis aus Döbeln die immer sofort zur Stelle waren! 3 Minuten vor Schluss dann die Szene die uns wohl endgültig den Sieg bringt. Martin Eckardt klaut de Ball an der Mittelinie und läuft, verfolgt von einem Döbelner, auf das Tor. Stockschlag, 2 Minutenstrafe für Döbeln aber kein Penalty. Martin selbst bleibt in dieser Aktion ebenfalls liegen und muss von den Sanis vom Platz getragen werden, seine Wande war zu einem einzigen Krampf mutiert. Die Überzahl nutzen wir um die Uhr mehr oder weniger souverän runter zu spielen und die Sensation ist perfekt!
Fazit: Alle Note 1 mit Sternchen! Insbesondere die neu formierte Abwehrreihe mit den Neuzugängen Marc Kellermann und Martin Brandt funktionierte super und spielte fehlerfrei. Nächster Stopp Bielefeld 🙂
Der USV spielte mit: Linda Bochmann, Ralph Massarczyk, Martin Brandt, Marc Kellermann, Lars Drießnack, Robert Eckermann (C), Lars Franke, Thomas Weschke, Ulrich Kentsch, Kai Richter, Paul Franke, Martin Eckardt
